Tauchen in Apulien

Die Unterwasserlandschaft in Apulien ist sicher nicht mit denjenigen des Roten Meeres, des Indischen Ozeans oder der Karibik zu vergleichen. Nichtsdestotrotz bieten die Küsten der südlichen Adria und des Ionischen Meeres die Gelegenheit für einige interessante Tauchgänge. Die Top-Spots befinden sich bei den Tremiti-Inseln in der Provinz Foggia. Aber auch in den Provinzen Bari und Lecce ist für Taucher etwas geboten. Hierbei ist insbesondere die Region um Porto Cesareo in der Provinz Lecce hervorzuheben, in der es über 40 Grotten und ein Wrack aus dem 2. Weltkrieg zu entdecken gibt.
Provinz BariDie 13 km lange Küste des Gebietes von Monopoli ist größtenteils flach und zerklüftet. So weist sie 25 Buchten in verschiedensten Größen auf, die sich mit langgezogenen sandigen Abschnitten abwechseln. Südlich von Monopoli befinden sich der gern besuchte Strand "di Capitolo" mit besonders klarem Wasser, die enge und felsige kleine Bucht "di Torre Incina" und der Strand "di Santo Stefano".
Tauchschulen in Monopoli organisieren Tauchgänge mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden: Auf keinen Fall sollte man sich den Tauchgang in die Secca della Chianca und das prächtige Schauspiel der Unterwasserlandschaften von Monopoli während eines Nachttauchgangs entgehen lassen.
Tauchplätze z.B.: Secca della Chiancao, Fondali di Monopoli.
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Polignano a MareDie Ortschaft Polignano a Mare liegt 35 km südöstlich von Bari senkrecht über dem Meer und wurde dank ihrer strategischen Lage immer als Tor zum Mittelmeer und zum Orient, als bedeutender Knotenpunkt und Ort der Begegnung verschiedener Kulturen angesehen.
Heute wird die Küste der Stadt von einem in unzähligen Nuancen schimmernden kristallklaren Meer, von zwölf Kilometern Strand und von zahlreichen in den Felsen geschürften Grotten geprägt. Die Klippen von Polignano a Mare sind reich an natürlichen Buchten, die den Fischerbooten im Winter als natürlicher Zufluchtsort dienen und jeden Sommer von den vielen Urlaubern vereinnahmt werden.
Folgende Strände sind dank ihres klaren Wassers sehr beliebt: Cala Incina, Cala Sala, Cala Porto, Cala Paguro, Cala Ponte, Cala Paura und der Strand von San Vito im gleichnamigen Fischerdorf.
Auf keinen Fall sollte man einen Besuch der Grotten Grotta delle Rondinelle und der weitaus bekannteren Grotta Palazzese, die von der Meereserosion in den Kalkstein gegraben wurde, versäumen. Die Grotte kann mit dem Boot besichtigt werden. Über der Grotte befindet sich eine Terrasse, von der aus man ein wunderbares Panorama bewundern kann.
Die Küste rund um die kleine Stadt wird von den Buchten und den mit Booten erreichbaren Grotten geprägt, die oft mit den Kellern der darüber liegenden Häuser verschmelzen. Besonders interessant ist die Unterwasserlandschaft, die sich vor dem Städtchen ausbreitet und die ein beliebtes Ziel für Taucher darstellt.
Tauchplätze z.B.: Grotta delle Rondinelleo, Grotta Palazzeseo, Grotte Marine
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Provinz FoggiaTremiti-InselnDie Attraktionen, die die Tremiti-Inseln anzubieten haben, sind zahlreich: Die wunderschönen Buchten Cala delle Arene, Cala degli Inglesi, Cala Matano in S. Domino können zu Fuß erreicht werden und laden dazu ein, hier den ganzen Tag mit Sonnenbaden, Baden und Tauchen im glasklaren Meer Farben zu verbringen. Mit einfach zu mietenden kleinen Booten kann man die traumhaften kleinen Buchten rund um die Insel erreichen. Die Küste wird von zahlreichen Meeresgrotten unterbrochen, unter Wasser fallen die Wände senkrecht bis in 30 m Tiefe hinab. Zahlreich sind auch die von den Wellen modellierten Küstenformationen, wie etwa die Riffe (Scoglio dell’Elefante), Klippen (Pagliai) und Naturparke (Architello), die während der Bootsausflüge besichtigt werden können: Mehrere Tauchschulen auf der Insel S. Domino organisieren geführte Ausflüge, Unterwasserfotografie-Kurse und archäologische Tauchtouren. Sehr schön sind auch die Panoramaausflüge auf die Insel Capraia mit Abfahrt in der Bucht Cala degli Inglesi.
Tauchplätze z.B.: Punta del Diamante – Isola S. Domino, Secca di Cala degli Inglesio, Grotta delle Rondinelleo, Grotta delle Violeo, Scoglio dell’Elefanteo, Punta Seccao, Gli Archio, Cala della Vecchia.
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Provinz LecceCastroAm Südostzipfel der Hacke des italienischen Stiefels, wo sich die Adria und das Ionische Meer treffen, bietet Apulien eine ungewöhnlich vielfältige Küste. Eine der Perlen Apuliens stellt zweifellos Castro dar, das über der Bucht Baia dei Turchi liegt. Der zwischen Santa Cesarea Terme und Santa Maria di Leuca, liegende Küstenabschnitt bei Castro wird von einem steil ins Meer abfallenden Riff mit Höhenunterschieden von teils mehr als 80 Metern geprägt und ist reich an Grotten wie zum Beispiel Grotta Zinzulusa und Grotta Romanelli. Die felsigen und teilweise unzugänglichen Spitzen heben sich vor einem blitzblauen und glasklaren Meer ab. Die Mittelmeervegetation umgibt zart den von gewundenen Straßen durchzogenen Hügel. Kaleidoskopische Unterwasserlandschaften mit einem großen Reichtum bei Fauna und Flora ermöglichen den Tauchern ein wirklich fantastisches Erlebnis.
Unter den angebotenen Aktivitäten sind in erster Linie die Tauchgänge in den traumhaften Unterwasserlandschaften von Castro zu empfehlen: Tauchschulen in Castro organisieren Kurse oder Gruppentauchgänge, um die Meeresböden, Wände und Unterwassergrotten zu besichtigen.
Unbedingt muss bei einem Aufenthalt in Castro auch einen Besuch der Grotte Zinzulusa einplanen, die ihren Namen den Stalaktiten und Stalagmiten verdankt, die den Fischern wie Lumpen (zinzulusa) vorkamen, sowie den der Grotte Romanelli mit ihren Wandmalereien aus der Altsteinzeit und einem unschätzbaren Schatz an Steinwerkzeug und Wandmalereien.
Tauchausflüge: „Sentiero Blu“ (Der Blaue Pfad) ist ein interessanter Unterwasserausflug, der sich durch den Meeresabschnitt zwischen Grotta Zinzulusa und Grotta Romanelli schlängelt, eine der interessantesten Zonen des Mittelmeeres, was die Unterwasserlandschaft betrifft. Der Weg, der am Grund mit Hinweistafeln gekennzeichnet ist, windet sich durch dicht besiedelte Riffe, weite Neptungraswiesen und felsige Böden. Die häufigsten Arten dieser Unterwasserwelt stellen die Schwärme von Nachtkiemern (Weichtiere in frohen Farben), Röhrenwürmern, Fleckenbarschen und Brassen dar.
GallipoliDen kulturellen Charme der Stadt Gallipoli ergänzen die natürlichen Schönheiten der flachen Küste mit langen Stränden voll von feinstem, weißem Sand. Den südlichen Abschlusspunkt der Bucht von Gallipoli stellt Punta Pizzo dar, ein sehr schöner Sandstrand, der von einem kristallklaren Meer und einer interessanten Flora mit einem bis zum Strand vordringenden Pinienwald geprägt wird.
Tauchschulen in Gallipoli organisierten Tauchgänge zu den Unterwasserlandschaften der Insel S. Andrea, die von großen Felsblöcken und breiten, von der Meereserosion geschürften Gräben bestimmt wird.
Tauchplätze z.B.: Isola di S. Andreao, Parte di Ponente / Isola di S. Andrea
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OtrantoOtranto liegt senkrecht über einem kristallklaren Meer am östlichsten Zipfel Italiens. Die Strände rund um Otranto sind alle gut in kurzer Zeit mit dem Auto erreichbar.
Ein wenig in Richtung Norden fahrend erreicht man die Alimini-Seen, mit dem Meer verbundene Süßwasserlagunen, vor denen sich die gleichnamigen Strände ausdehnen, die zu den beliebtesten in Apulien gehören.
Zwischen den Aliminiseen und Otranto trifft man die Bucht Baia del Mulino ad Acqua an, in der eine Grotte mit eingesunkenem Gewölbe ein wirklich Aufsehen erregendes Lichtspiel darbietet, und außerdem die sehr schöne Bucht Baia dei Turchi mit kleinen sandigen Einbuchtungen.
Die Küste südlich von Otranto dagegen ist felsig und zerklüftet, aber die Schroffheit der Felsen wird von der Klarheit des Wassers ausgeglichen. Besonders bekannt sind die Ortschaften Porto Badisco und Baia dell’Orte. Von hier aus kann man Spaziergänge nach Capo Palàscia und Sant’Emiliano unternehmen, beides Buchten mit besonders klarem Wasser.
Tauchschulen in Otranto bieten die Möglichkeit, einige der schönsten Meeresgründe, Wände und Grotten des Kaps von Otranto zu besuchen, wie etwa die Grotte Palombara, in der man Brassen, Langusten, Muränen und Barsche bewundern kann, und die Grotte Taglio dell’Orte zwischen Capo d’Otranto und Punta Falci.
Tauchplätze z.B.: Grotta Palombara, Grotta Taglio dell’Orte, Secca della Scala, Grotta del Serpe, Palombara, Le Remite, La Croce, La Macchia, Porto Badisco.
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Porto Cesareo
Porto Cesareo liegt zwischen Taranto und Gallipoli und ist dank seines „natürlichen Hafens“ und seines weitläufigen Sandstrandes einer der attraktivsten Touristenorte der Küste des Salento. Die Strände mit strahlend weißem, weichem Sand erstrecken sich auf ungefähr 17 Kilometern vor einer Inselgruppe aus. Die bekannteste darunter ist die Isola Grande, auch Isola dei Conigli genannt, ein Naturpark, der aus biologischer Sicht sehr interessant ist und zu schönen Bootsausflügen einlädt.
Die Unterwasserlandschaften weisen ein typisches subtropisches Ambiente auf mit besonderen, für warme Meere typischen Tierarten. Die Küste des Naturschutzgebietes von Porto Cesareo ist stark zerklüftet und vielfältig: Von den kalkhaltigen Flächen der Terrassen geht geht sie über zu Stränden, wo die Dünen eine dichte Strauchvegetation inmitten von Buchten, Felsspornen, Klippen und kleinen Inseln beherbergen. Die kürzliche Sichtung einiger junger Exemplare der unechten Karettschildkröte, die mittlerweile auf der italienischen Halbinsel zur Seltenheit geworden ist, bezeugt die Qualität dieser Küsten- und Meeresregion.
Man kann zahlreichen Tauchtouren durchführen, die so angelegt sind, dass man dabei Schluchten, natürliche Grotten und besondere Pflanzenarten bewundern kann.
Es gibt mehr als 40 Grotten zu sehen, dicht mit Gorgonien besetzte Wände und das Wrack eines US-amerikanischen Militärtransportschiffs aus dem II. Weltkrieg, Unterwasserlandschaften, die mit Wänden und Felsblöcken gefüllt sind und zahlreiche Durchgänge enthalten, sowie die Vielfalt der zahlreichen Lebensformen inmitten dieser intakten und farbenreichen Meeresböden.
Tauchplätze z.B.: Grotta Cattedraleo, I Giardini, Isola della Chianca, Grotta del Cerianthus, Paradiso, Colonne Romane, Grotta delle Corvine, Grotta con Arco, Isola dei Conigli, Secca Margherita.
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Ugento
Ugento ist ein hübsches zwischen Gallipoli und S. Maria di Leuca
gelegenes Städtchen, wenige Kilometer vom Meer entfernt. In der Nähe
findet man große Salzwasserbecken, die von der hiesigen Genossenschaft
zur Bodenverbesserung zusammen mit der Aufforstung mit schönen
Pinienwäldern geschaffen wurden.
Die Küste von Ugento ist für ihre Sandbänke bekannt, einem Paradies für
Fischer und Taucher, die sich entlang des Küstenabschnitts zwischen den
Ortschaften I Pali und Torre Mozza befinden und sich bis zu drei
Kilometer ausdehnen und schließlich von den Klippen namens Cavallo e
Sciumenta abgeschlossen werden. Sehr charakteristisch sind auch die
kleinen Klippen, die nur wenig aus dem Wasser ragen und von den
örtlichen Fischern Chiriche genannt werden.
Die Becken, der Pinienwald, die Macchia und die Dünen entlang der Küste
von Ugento stellen, was die Fauna angeht, einen sehr interessanten
ökologischen Komplex dar. An der Küste liegt auch Torre San Giovanni,
ein Urlaubsziel, in dem die Überreste des Hafens von Ausentum und der
Leuchtturm erhalten blieben.
Die Region bietet Gelegenheit für einige Tauchgänge: Steil abfallende
Wände in vielen Farben und einem Meer voll Leben, Grotten mit
Lichtspielen, Sandbänke, wo man die Zackenbarsche zwischen Roten
Gorgonien bewundern kann, sowie Bernsteinfisch- und Brassenschwärme,
unzählige Fahnenbarsche und schwarze Korallen.
Tauchplätze z.B.: La Secca delle Aragoste, Il relitto della Liesen, Il relitto della S. Andrea, La Grotta del Drago.
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