
Alberobello bezeichnet sich selbst als "Capitale dei Trulli" und in der Tat ist die Stadt die unangefochtene Hauptstadt des Trulli-Landes, wie das Itria-Tal (Valle d'Itria) im Dreieck der Provinzen Bari, Brindisi und Taranto auch genannt wird.
Die Trulli sind das Wahrzeichen der Region und im gesamten Valle d'Itria findet man an die 5.000 dieser eigentümlichen Rundbauten. Allein etwa 1.000 davon stehen im historischen Zentrum von Alberobello und so ist dieses kleine, 10.000 Einwohner zählende Städtchen ein Magnet für Touristen aus aller Welt. Alberobellos prominentestes "Zipfelmützenhaus" ist wohl der zweistöckige Trullo Sovrano (sovrano = erhöht). Er liegt im neueren Teil der Stadt und beherbergt ein Museum, in der die Geschichte und der Aufbau der Trulli anschaulich erklärt werden.
Trulli: Genau genommen bezeichnet der Begriff Trullo (Singular) nur das konische Dach der runden, weiß getünchten Steinhäuser, während der ganze Bau "Casèdde" genannt wird. Das Casèdde wird trocken gemauert und hat einen runden oder viereckigen Grundriss. Das Kuppeldach besteht aus handgehauenem, kalkigem Schichtgestein. Aus flachen Steinplatten werden mit Hilfe von Gesteinssplittern, die als Keile dienen, sich überlagernde konzentrische Glieder gebildet, die schließlich das Dach ergeben.
Ungeklärt ist heute die Bedeutung der weißen Zeichnungen, die die dunklen Dächer der Trulli.
Ausflugsmöglichkeiten: Nur etwa 10 km entfernt liegt die Stadt
Fasano mit ihren vielen luxuriösen Villen und dem angrenzenden Hochwald Selva di Fasano. Zu dem Naherholungsgebiet gehört der Vergnügungspark Fasanolandia und der größte Safaripark Europas, die Zoosafari di Fasano.
Die schönen Küsten der Adria und des ionischen Meeres liegen 20 bzw. 35 km von Locorotondo entfernt. An der Adria sollte man einen Besuch der "Weißen Stadt"
Ostuni und der Ausgrabungsstätten der frühapulischen Siedlung Egnazia nicht verpassen.
Die wirklich beeindruckenden Tropfsteinhölen "Castellana Grotte" kann man 30 km nordwestlich von Locorotondo bewundern. Labyrinthartige Gänge, beeindruckende Stalagmit- und Stalaktitformationen und großartige unterirdische Hallen mit den Ausmaßen einer Kathedrale (allein die Eingangshalle hat eine Höhe von 60 m!) machen die Grotte von Castellana zu einem der Hauptanziehungspunkte einer jeden Apulien-Reise.