
Die Küste zwischen der frühapulischen Siedlung
Egnazia und
Brindisi ist etwa 55 km lang und gehört zu den touristisch am besten erschlossenen Küstenabschnitten Apuliens.
Diverse Bade- und Ferienorte wie
Torre Canne,
Rosa Marina,
Costa Merlata und
Torre S. Sabina reihen sich aneinander. Die ganze Küste ist auch unter dem Namen
Marina di Ostuni bekannt. Strandbäder und Campingplätze wechseln sich ab und im August herrscht hier Hochbetrieb. Die Küste ist geprägt von vielen kleinen Buchten mit klarem Wasser, von denen viele frei genutzt werden können.
Von der Küstenstraße aus ist die nur 6 km entfernt auf einer Höhe von 218 m liegende
"weiße Stadt" Ostuni deutlich sichtbar. Ostuni ist auf drei Hügeln erbaut worden und trägt ihren "Titel" wegen dem blendenden Weiß ihrer einheitlich getünchten Häuser. Die Stadt war früher eine messapische Siedlung (5. - 3. Jh. v. Chr.) und ist im griechischen Stil erbaut worden. Doch nicht nur die engen, weiß gekalkten Gassen der Stadt erinnern an Griechenland. Auch ihr Namen ist griechischen Ursprungs. "Astunéon" heißt übersetzt "Neue (Fels)burg". Der befestigte mittelalterliche Stadtkern ist fast unversehrt geblieben und so ist die Stadt mit der tollen Panoramalage und dem griechisch anmutenden Altstadtlabyrinth ein Touristenmagnet.
In der Hochsaison im August schieben sich die Menschenmassen durch die Altstadt und man benötigt sehr viel Glück, ohne Vorbestellung einen Tisch in einem der vielen kleinen Altstadtlokalen zu ergattern. Trotzdem ist ein Besuch in der 34.000 Einwohner zählenden Stadt ein Muss.
Ausflugsziele:
Von Ostuni führt in nordwestlicher Richtung eine dichte Pinienalle, die sich mit Zypressenbewuchs abwechselt bis nach
Fasano.
Einige Kilometer westlich von Ostuni in Richtung
Locorotondo liegt auf etwa 394 m Höhe der hübsche Ort Cisternino. Im Zentrum der Altstadt mit ihren versteckten Höfen in Häusern und Außentreppen, die Stockwerke verbinden, liegt die Piazza Garibaldi. Hier steht auch die Pfarrkirche San Nicola aus dem 14. Jh. Nur wenige Meter entfernt liegt neben der Villa Communale der kleine Stadtpark, von dessen Terrasse man eine wunderschöne Aussicht über das Itria-Tal. Äcker, Weinberge, Obstgärten und dazwischen verstreut viele Masserie und Trulli. Diese apulischen Rundbauten gibt es hier - im Gebiet zwischen
Locorotondo,
Alberobello und
Cisternino - am häufigsten.
Südlich von Ostuni kommt man nach etwa 11 km in das nette, auf einem Hügel liegende Städtchen
Ceglie Messapico. Wie der Name sagt, ist der Ort messapischen Ursprungs. Auch hier ist der ursprüngliche Anblick des Stadtkerns mit seinem orientalischen Einfluß erhalten geblieben. Die Umgebung ist neben der unverkennbaren Trulli-Landschaft von zahlreichen Steinhügeln - sogenannten specchie - gekennzeichnet.